Die Nabelschnur ist ein Wunder der Natur: Durch sie wird das Ungeborene im Mutterleib versorgt. Doch wussten Sie auch, dass man beim Durchtrennen der Nabelschnur beherzt schneiden muss? Oder, dass die Nabelschnur um den Hals keine Seltenheit und meist sogar ungefährlich ist? Wir verraten beeindruckende Fakten, die alle werdenden Eltern kennen sollten!
Nabelschnur: 14 absolut erstaunliche Fakten

© Getty Images/SEBASTIAN KAULITZKI/SCIENCE PHOTO LIBRARY
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Die Nabelschnur ist eine lebenswichtige Verbindung.
Durch die Nabelschnur wird der mütterliche mit dem kindlichen Kreislauf verbunden. Genauer gesagt: Sie verbindet den Fetus mit der Plazenta (Mutterkuchen) – einem Organ, das sich während der Schwangerschaft bildet und nach der Geburt durch die Nachwehen ausgestoßen wird. Diese Verbindung dient dazu, das Baby kontinuierlich mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Abfallprodukte abzutransportieren.

© Getty Images/Emilija Manevska
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Stammzellen aus Nabelschnurblut können Krankheiten heilen.
Im Nabelschnurblut befinden sich besonders wertvolle Stammzellen. Sie eignen sich für Stammzellentransplantationen, die beispielsweise in der Therapie von Leukämie eine Rolle spielen. Noch befindet sich die Stammzellenforschung in den Anfängen, dennoch ist es bereits möglich, Stammzellen zu spenden oder einlagern zu lassen.

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Die Nabelschnur ist etwa einen halben Meter lang.
Bis zur Geburt erreicht die Nabelschnur eine Länge von 50 bis 60 Zentimetern. Ab der 30. Schwangerschaftswoche beträgt ihr Durchmesser etwa 16 Millimeter. Damit sie nicht abknicken kann, hat sich die Natur etwas Praktisches einfallen lassen: Die Nabelschnurgefäße sind spiralartig gewunden.
© Getty Images/Thana Prasongsin
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Kindliches Blut aus der Nabelschnur liefert Hinweise auf Erkrankungen.
Besteht der Verdacht einer Blutarmut (Anämie) oder Infektion, kann ab der 18. Schwangerschaftswoche kindliches Blut aus der Nabelschnur entnommen werden. Dies geschieht durch eine Nabelschnurpunktion, bei der eine Kanüle durch die Bauchdecke der Schwangeren eingeführt wird. Das entnommene Blut wird im Labor untersucht und je nach Ergebnis kann zum Beispiel bereits im Mutterleib eine Bluttransfusion als Behandlung erfolgen.
© Getty Images/SEBASTIAN KAULITZKI/SCIENCE PHOTO LIBRARY
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Die Gefäße der Nabelschnur funktionieren „andersherum“.
Arterien transportieren normalerweise sauerstoffreiches Blut, Venen sauerstoffarmes. Doch in der Nabelschnur ist das Gegenteil der Fall. Insgesamt verlaufen drei Gefäße in ihr – eine Vene und zwei Arterien. Die Nabelschnurvene transportiert das sauerstoffangereicherte und nährstoffreiche Blut von der Plazenta zum Fetus, während die Nabelarterien das sauerstoffarme Blut und Abfallstoffe wieder zur Plazenta leiten.
© Getty Images/inarik
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Die Nabelschnur hat einen Bodyguard.
Die Gefäße der Nabelschnur sind von der sogenannten Wharton-Sulze umgeben. Dabei handelt es sich um eine gallertartige Gewebeschicht mit einer besonderen Funktion: Sie schützt die Gefäße vor Druck. Benannt ist die Schutzschicht nach dem englischen Arzt und Anatom Thomas Wharton, der sie erstmals in den 1650er-Jahren beschrieb.
© Getty Images/zoranm
7 / 14
Nicht immer sitzt die Nabelschnur perfekt.
Meistens setzt die Nabelschnur in der Mitte der Plazenta an oder sie ist leicht zur Seite verschoben. In seltenen Fällen besteht ein randständiger Sitz (Insertio marginals) oder die Nabelschnur setzt gar an den Eihäuten an (Insertio velamentosa). Da die letzteren beiden Fälle zu Komplikationen bei der Geburt führen können, wird die Schwangerschaft bei solchen Nabelschnuranomalien engmaschig überwacht und es erfolgt gegebenenfalls eine Entbindung per Kaiserschnitt.
© Getty Images/Westend61
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Die Nabelschnur ist auch ein Giftstoff-Lieferant.
Über die Nabelschnur gelangen alle Nährstoffe zum Kind, die von der Mutter aufgenommen werden. Das Ungeborene profitiert daher von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung während der Schwangerschaft. Doch Vorsicht: Auch Giftstoffe wie Alkohol oder Nikotin werden in kürzester Zeit zum Baby transportiert und können seine Entwicklung schädigen.
© Getty Images/Cavan Images
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Um den Hals gewickelte Nabelschnur ist meist unproblematisch.
Nabelschnurumschlingungen um Arme, Beine oder Hals sind keine Seltenheit – sie kommen bei bis zu einem Drittel aller Kinder vor. Ist die Nabelschnur locker und nicht straff umschlungen, außerdem ausreichend lang, dick und verdreht, stellt selbst eine um den Hals gewickelte Nabelschnur keine Bedrohung dar. Da das Kind über den mütterlichen Kreislauf mit Sauerstoff versorgt wird, kann es sich dadurch auch nicht strangulieren.
© Getty Images/Thanasis Zovoilis
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Wer die Nabelschnur durchtrennt, muss beherzt schneiden.
Als symbolisches Ritual wird es meist den Vätern überlassen, die Nabelschnur nach der Geburt zu durchtrennen. Die Hebamme klemmt die Stelle ab, an der geschnitten werden soll. Da das Gewebe ziemlich fest ist, muss man schon etwas beherzter schneiden. Aber keine Sorge: Die Nabelschnur besitzt keine Nerven – man tut dem Kind dabei also nicht weh.
© Getty Images/ER Productions Limited
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Die Nabelschnur pulsiert nach der Geburt noch aus.
Da auch nach der Geburt noch Sauerstoff und Nährstoffe über die Nabelschnur in den Organismus des Babys gelangen, wird bis zur Durchtrennung meist noch einen Moment gewartet. Darüber, wie lange man die Nabelschnur auspulsieren lässt, wird selbst in Expertenkreisen kontrovers diskutiert. Die aktuelle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe rät zu einer Abnabelung frühestens eine Minute und spätestens fünf Minuten nach der Geburt.
© Getty Images/Science Photo Library - SCIEPRO
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Bei der Lotusgeburt bleibt das Baby mit der Plazenta verbunden.
Die Lotusgeburt ist ein esoterisches Ritual, bei dem die Nabelschnur nach der Geburt nicht durchtrennt wird. Das Baby bleibt weiterhin mit der Plazenta verbunden, bis sie sich auf natürliche Weise nach etwa drei bis zehn Tagen löst. Wissenschaftlich betrachtet hat diese Methode keinen Vorteil. Im normalen Klinikalltag findet sie nicht statt.

© Getty Images/Ziga Plahutar
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Ein Nabelschnurvorfall tritt nur sehr selten auf.
Der Nabelschnurvorfall ist eine lebensbedrohliche Komplikation, die in 0,2 bis 0,6 Prozent aller Geburten vorkommt. Dabei befindet sich eine Nabelschnurschlinge vor dem Kind und ragt als Erstes in die Scheide hinein. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn bei einer Beckenend- oder Querlage der Muttermund durch den Kopf des Kindes nicht genügend abgedichtet ist und die Nabelschnur dann bei einem Blasensprung vorfällt. Durch den Druck des Kindes auf die Schnur besteht die Gefahr eines Sauerstoffmangels.

© Getty Images/South_agency
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Der Nabelschnurrest fällt beim Baby von alleine ab.
Etwa zwei Tage nach der Geburt ist der Nabelschnurrest so eingetrocknet, dass die Klemme oder das Bändchen gelöst werden kann. Fünf bis zehn Tage nach der Geburt wird der Rest trocken und schwarz und fällt schließlich ganz von alleine ab. Die Hebamme kontrolliert die Nabelheilung bei ihren Besuchen im Wochenbett und berät frisch gebackene Eltern zur fachgerechten Nabelpflege.

© Getty Images/SEBASTIAN KAULITZKI/SCIENCE PHOTO LIBRARY
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Die Nabelschnur ist eine lebenswichtige Verbindung.
Durch die Nabelschnur wird der mütterliche mit dem kindlichen Kreislauf verbunden. Genauer gesagt: Sie verbindet den Fetus mit der Plazenta (Mutterkuchen) – einem Organ, das sich während der Schwangerschaft bildet und nach der Geburt durch die Nachwehen ausgestoßen wird. Diese Verbindung dient dazu, das Baby kontinuierlich mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Abfallprodukte abzutransportieren.

© Getty Images/Emilija Manevska
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Stammzellen aus Nabelschnurblut können Krankheiten heilen.
Im Nabelschnurblut befinden sich besonders wertvolle Stammzellen. Sie eignen sich für Stammzellentransplantationen, die beispielsweise in der Therapie von Leukämie eine Rolle spielen. Noch befindet sich die Stammzellenforschung in den Anfängen, dennoch ist es bereits möglich, Stammzellen zu spenden oder einlagern zu lassen.

© Getty Images/SEBASTIAN KAULITZKI/SCIENCE PHOTO LIBRARY
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Die Nabelschnur ist etwa einen halben Meter lang.
Bis zur Geburt erreicht die Nabelschnur eine Länge von 50 bis 60 Zentimetern. Ab der 30. Schwangerschaftswoche beträgt ihr Durchmesser etwa 16 Millimeter. Damit sie nicht abknicken kann, hat sich die Natur etwas Praktisches einfallen lassen: Die Nabelschnurgefäße sind spiralartig gewunden.
© Getty Images/Thana Prasongsin
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Kindliches Blut aus der Nabelschnur liefert Hinweise auf Erkrankungen.
Besteht der Verdacht einer Blutarmut (Anämie) oder Infektion, kann ab der 18. Schwangerschaftswoche kindliches Blut aus der Nabelschnur entnommen werden. Dies geschieht durch eine Nabelschnurpunktion, bei der eine Kanüle durch die Bauchdecke der Schwangeren eingeführt wird. Das entnommene Blut wird im Labor untersucht und je nach Ergebnis kann zum Beispiel bereits im Mutterleib eine Bluttransfusion als Behandlung erfolgen.
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Die Gefäße der Nabelschnur funktionieren „andersherum“.
Arterien transportieren normalerweise sauerstoffreiches Blut, Venen sauerstoffarmes. Doch in der Nabelschnur ist das Gegenteil der Fall. Insgesamt verlaufen drei Gefäße in ihr – eine Vene und zwei Arterien. Die Nabelschnurvene transportiert das sauerstoffangereicherte und nährstoffreiche Blut von der Plazenta zum Fetus, während die Nabelarterien das sauerstoffarme Blut und Abfallstoffe wieder zur Plazenta leiten.
© Getty Images/inarik
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Die Nabelschnur hat einen Bodyguard.
Die Gefäße der Nabelschnur sind von der sogenannten Wharton-Sulze umgeben. Dabei handelt es sich um eine gallertartige Gewebeschicht mit einer besonderen Funktion: Sie schützt die Gefäße vor Druck. Benannt ist die Schutzschicht nach dem englischen Arzt und Anatom Thomas Wharton, der sie erstmals in den 1650er-Jahren beschrieb.
© Getty Images/zoranm
7 / 14
Nicht immer sitzt die Nabelschnur perfekt.
Meistens setzt die Nabelschnur in der Mitte der Plazenta an oder sie ist leicht zur Seite verschoben. In seltenen Fällen besteht ein randständiger Sitz (Insertio marginals) oder die Nabelschnur setzt gar an den Eihäuten an (Insertio velamentosa). Da die letzteren beiden Fälle zu Komplikationen bei der Geburt führen können, wird die Schwangerschaft bei solchen Nabelschnuranomalien engmaschig überwacht und es erfolgt gegebenenfalls eine Entbindung per Kaiserschnitt.
© Getty Images/Westend61
8 / 14
Die Nabelschnur ist auch ein Giftstoff-Lieferant.
Über die Nabelschnur gelangen alle Nährstoffe zum Kind, die von der Mutter aufgenommen werden. Das Ungeborene profitiert daher von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung während der Schwangerschaft. Doch Vorsicht: Auch Giftstoffe wie Alkohol oder Nikotin werden in kürzester Zeit zum Baby transportiert und können seine Entwicklung schädigen.
© Getty Images/Cavan Images
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Um den Hals gewickelte Nabelschnur ist meist unproblematisch.
Nabelschnurumschlingungen um Arme, Beine oder Hals sind keine Seltenheit – sie kommen bei bis zu einem Drittel aller Kinder vor. Ist die Nabelschnur locker und nicht straff umschlungen, außerdem ausreichend lang, dick und verdreht, stellt selbst eine um den Hals gewickelte Nabelschnur keine Bedrohung dar. Da das Kind über den mütterlichen Kreislauf mit Sauerstoff versorgt wird, kann es sich dadurch auch nicht strangulieren.
© Getty Images/Thanasis Zovoilis
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Wer die Nabelschnur durchtrennt, muss beherzt schneiden.
Als symbolisches Ritual wird es meist den Vätern überlassen, die Nabelschnur nach der Geburt zu durchtrennen. Die Hebamme klemmt die Stelle ab, an der geschnitten werden soll. Da das Gewebe ziemlich fest ist, muss man schon etwas beherzter schneiden. Aber keine Sorge: Die Nabelschnur besitzt keine Nerven – man tut dem Kind dabei also nicht weh.
© Getty Images/ER Productions Limited
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Die Nabelschnur pulsiert nach der Geburt noch aus.
Da auch nach der Geburt noch Sauerstoff und Nährstoffe über die Nabelschnur in den Organismus des Babys gelangen, wird bis zur Durchtrennung meist noch einen Moment gewartet. Darüber, wie lange man die Nabelschnur auspulsieren lässt, wird selbst in Expertenkreisen kontrovers diskutiert. Die aktuelle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe rät zu einer Abnabelung frühestens eine Minute und spätestens fünf Minuten nach der Geburt.
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Bei der Lotusgeburt bleibt das Baby mit der Plazenta verbunden.
Die Lotusgeburt ist ein esoterisches Ritual, bei dem die Nabelschnur nach der Geburt nicht durchtrennt wird. Das Baby bleibt weiterhin mit der Plazenta verbunden, bis sie sich auf natürliche Weise nach etwa drei bis zehn Tagen löst. Wissenschaftlich betrachtet hat diese Methode keinen Vorteil. Im normalen Klinikalltag findet sie nicht statt.
© Getty Images/Ziga Plahutar
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Ein Nabelschnurvorfall tritt nur sehr selten auf.
Der Nabelschnurvorfall ist eine lebensbedrohliche Komplikation, die in 0,2 bis 0,6 Prozent aller Geburten vorkommt. Dabei befindet sich eine Nabelschnurschlinge vor dem Kind und ragt als Erstes in die Scheide hinein. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn bei einer Beckenend- oder Querlage der Muttermund durch den Kopf des Kindes nicht genügend abgedichtet ist und die Nabelschnur dann bei einem Blasensprung vorfällt. Durch den Druck des Kindes auf die Schnur besteht die Gefahr eines Sauerstoffmangels.
© Getty Images/South_agency
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Der Nabelschnurrest fällt beim Baby von alleine ab.
Etwa zwei Tage nach der Geburt ist der Nabelschnurrest so eingetrocknet, dass die Klemme oder das Bändchen gelöst werden kann. Fünf bis zehn Tage nach der Geburt wird der Rest trocken und schwarz und fällt schließlich ganz von alleine ab. Die Hebamme kontrolliert die Nabelheilung bei ihren Besuchen im Wochenbett und berät frisch gebackene Eltern zur fachgerechten Nabelpflege.
Die Nabelschnur ist eine lebenswichtige Verbindung.
Durch die Nabelschnur wird der mütterliche mit dem kindlichen Kreislauf verbunden. Genauer gesagt: Sie verbindet den Fetus mit der Plazenta (Mutterkuchen) – einem Organ, das sich während der Schwangerschaft bildet und nach der Geburt durch die Nachwehen ausgestoßen wird. Diese Verbindung dient dazu, das Baby kontinuierlich mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Abfallprodukte abzutransportieren.
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