Stillen Erdbeeren
meine Tochter ist 9 Monate alt, und wird doch teilweise gestillt.
2 Mahlzeiten sind bereits ersetzt, wobei sie mittags noch einen Nachtisch bekommt - die Nachmittagsmahlzeit ist vollständig ersetzt.
Frage: Darf ich in der Stillzeit Erdbeeren essen?
Ich habe das eh noch nie ganz verstanden mit diesen allergenen Lebensmitteln.
Muss ich darauf verzichten, oder soll das Kind im ersten Lebensjahr keine entsprechenden Lebensmittel erhalten.
Wir haben Heuschnupfen in der Familie verbunden mit einer Kreuzallergie auf Äpfel / Birnen im rohen Zustand.
Vielen Dank für Ihre Antwort
Susanne H.
Stillen Erdbeeren
Beim Stillen bekommen Kinder eine Menge potentieller Allergene mit - aber gleichzeitig auch Immunglobuline, die die kindliche Abwehr stabilisieren und unterstützen. So gesehen, ist Stillen ein sanftes, unterstützes Training und Aufbauprogramm.
Wenn ein Kind gar nicht mit Allergenen in Berührung kommt, ist das ja auch wieder nicht gut (Bsp. der Bauernhofkinder, die allein aufgrund der "Dreckbelastung" seltener an Allergien leiden).
Wenn man weiß, dass ein Kind mit großer Wahrscheinlichkeit auf etwas bestimmtes reagieren könnte, kann man es in den ersten sechs bis zwölf Monaten meiden - muss aber auch nicht, der Nutzen ist nicht klar belegt (nur wenn das Kind eindeutig reagiert, macht das Sinn, nicht unbedingt von vornherein). Nach sechs Monaten Vollstillzeit ist das "ärgste" überstanden. Mit neun Monaten können Kinder eh das meiste selbst schon essen, vor allem, wenn sie weiter nach Bedarf gestillt werden.
Also, wenn du gerne Erdbeeren essen möchtest - probier es aus (Saison ist ja eh noch nicht). Iss eine Portion und warte ab - wenn sie reagiert, sollte sich das innerhalb von 24 Stunden bemerkbar machen (also an dem Tag nichts anderes neues einführen). Ein paar Tage später isst du noch mal eine ordentliche Portion, und wenn sie dann auch nicht reagiert, kannst du relativ hemmungslos Erdbeeren essen. Wenn sie eindeutig reagiert, weißt du, wass sie frühestens im nächsten Sommer selbst essen sollte. ;o)
Eines noch: Du schreibst, dass das Stillen schon zweimal "ersetzt" ist. Bei Beikost geht es nicht darum, das Stillen zu ersetzen. Sie soll das Stillen nur ergänzen. Mit der Zeit verliert das Stillen natürlich seine Bedeutung als Nahrungsquelle, aber dieser Prozess sollte nicht forciert werden. Die Empfehlung der WHO, mind. bis zum zweiten Geburtstag nach Bedarf zu stillen, gilt für alle Kinder - für allergiegefährdete Kinder ganz besonders. Sie profitieren sehr davon, so lange gestillt zu werden, wie sie es wollen/brauchen. Das Immunsystem ist erst nach drei bis vier Jahren (also der durchschnittlichen Stillzeit) so einigermaßen in der Lage, eigenständig klar zu kommen, auch die Darmflora braucht so viel Zeit und profitiert bis dahin enorm von der pro- und präbiotischen Muttermilch.
LG, Sonne
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