Habe ich natürlich kopiert. Die ein oder andere kennt das eh schon, aber vielleicht die ein oder andere noch nicht...
1. Wer lange die Pille genommen hat, wird schwerer schwanger
Stimmt nicht. Nach dem Absetzen der Pille tritt eine Schwangerschaft meist in wenigen Monaten ein – auch wenn die Frau jahrelang die Pille eingenommen hat. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Frankfurt, an der knapp 650 Frauen teilnahmen. Innerhalb eines Jahres wurden über 610 von ihnen schwanger, mehr als die Hälfte bereits in den ersten drei Zyklen. Die Einnahme der Pille hat also keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frau.
2. Mobiltelefone machen Männer unfruchtbar
Wahrscheinlich nicht. Ein Handy am Gürtel oder in der Hosentasche bremst die männlichen Samenzellen, lautet eine verbreitete Sorge. Nahrung erhielt sie durch eine ungarische Studie, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen matten Spermien und Handystrah-lung herstellte. Die Ergebnisse der meisten anderen Studien sprechen allerdings eher gegen einen spermienbremsenden Effekt von Mobiltelefonen. Das Bundesamt für Strahlenschutz kommentierte die ungarische Untersuchung so: "Aus wissenschaftlicher Sicht kann diese Arbeit zurzeit nicht als (ernstzunehmender) Hinweis auf potenzielle negative Auswirkungen der Handy-Strahlung auf die männliche Fruchtbarkeit gewertet werden."
3. Frauen sind ab dem 40. Lebensjahr weniger fruchtbar
Falsch, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau schwanger wird, nimmt schon ab dem 30. Lebensjahr allmählich ab. Für eine Frau im idealen Gebäralter zwischen 20 und 25 Jahren besteht pro Zyklus eine Chance von etwa 30 %, ein Kind zu empfangen. Für Frauen ab 35 ist die Chance pro Zyklus etwa nur noch halb so groß und sinkt mit 40 Jahren weiter auf etwa 10-15 %.
4. Heiße Bäder schaden den Spermien
Stimmt. Temperaturen, die über der Körperwärme liegen, beeinflussen die Spermienquali-tät. Aber nur zeitweise. Heiße Bäder beispielsweise lassen die Beweglichkeit und Anzahl der Samenzellen sinken. Danach gebildete Spermien werden davon jedoch nicht beeinflusst. Männer mit Babywunsch sollten also besser auf zu heiße Whirlpools, eine Sitzheizung im Auto und häufige Saunagänge verzichten.
5. Solange eine Frau stillt, kann sie nicht schwanger werden
Falsch. Auch Frauen, die ihrem Kind die Brust geben, können schwanger werden. Allerdings senkt Stillen die Empfängnisbereitschaft. Grund: Beim Stillen produziert der Körper das Hormon Prolaktin, das auch verhindert, dass Eizellen heranreifen und ein Eisprung stattfindet. Untersuchungen zufolge lassen Stillpausen ab vier Stunden den Prolaktinspiegel so weit sinken, dass ein Eisprung möglich und die Frau fruchtbar ist.
6. Sexuelle Enthaltsamkeit steigert die männliche Zeugungskraft
Das Gegenteil ist der Fall! Häufiger Sex steigert die Qualität des Spermas, haben australische Wissenschaftler herausgefunden. Laut ihrer Studie enthielt die Samenflüssigkeit nach drei Tagen sexueller Enthaltsamkeit zwar mehr Spermien, davon waren aber 12 % mehr als üblich deformiert. Ihre Erklärung: In Zeiten der Abstinenz sammelt sich das Sperma in den Hoden an. Je älter es ist, desto mehr DNS-Schäden können z.B. Freie Radikale anrichten.
7. Es dauert stets eine Weile, bis eine Schwangerschaft eintritt
Gilt nur eingeschränkt. Die Erfolgsrate für eine Schwangerschaft pro Zyklus liegt bei durchschnittlich 25-30 %. Wird eine Frau jedoch auch nach einem Jahr noch nicht schwanger, sinkt die Wahrscheinlichkeit auf 15 %, nach vier Jahren sogar auf 5 %.
8. Selbstbefriedigung mindert die Fruchtbarkeit
Nein. Die Geschichte, dass ein Mann nur eine begrenzte Zahl an Samenergüssen in seinem Leben haben kann, sollte Jungen früher vom Onanieren abhalten. Doch ein gesunder Mann produziert sein ganzes Leben lang Samenflüssigkeit.
9. Wenn ein Paar keine Kinder bekommt, liegt es an der Frau
Irrtum! Nur in etwa 25 % der Fälle liegt die Ursache der Unfruchtbarkeit ausschließlich bei der Frau, in etwa 30 % nur beim Mann. Wenn ein Babywunsch nicht in Erfüllung gehen will, liegt oft eine Kombination von Ursachen bei dem Paar vor. So stellen Mediziner bei Männern häufig fest, dass sie entweder nicht ausreichend viele oder zu wenig bewegliche Spermien bilden. Bei Frauen sind vielfach Störungen im Hormonhaushalt, in der Funktion der Eileiter oder der Gebärmutter verantwortlich. Die Folge: Ungewollte Kinderlosigkeit ist gar nicht so selten – jedes fünfte Paar in Deutschland ist betroffen.
Quelle: Nach Informationen von Dr. Achim von Stutterheim aus dem Kinderwunschzentrum Bremen, dem Berufsverband der Frauenärzte, spiegel.de und dem 49. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie im März 2005 Autor: Martina Janning Stand: 23.12.2008