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Geburtsbericht Bennet (lang)

Bennets Geburt ist zwar schon zwei Wochen her, allerdings habe ich nun endlich meinen Geburtsbericht fertig, den ich wie auch bei Bettina für mich geschrieben habe, damit ich mir in meiner Erinnerung von dieser wichtigen Sache nichts verloren geht. Da ich immer gerne Geburtsberichte lese, stelle ich ihn hier mal ein, für alle, die es interessiert:
Nachdem seit Mittwochs (15.04.) der Kopf schon ganz tief im Becken saß, deutete noch nichts auf eine ganz schnelle Geburt hin. Am Freitag morgen dann , als ich um 7.00 Uhr aufgestanden bin, merkte ich, dass etwas Flüssigkeit abgegangen war und hielt es zunächst für Urin. Ich hatte auch keine Wehen oder andere Geburtsanzeichen, also schickte ich meinen Mann zur Arbeit und machte meine Tochter kindergartenfertig. Während dessen ging jedoch immer wieder Flüssigkeit ab und ich wurde mir sicher, dass es Fruchtwasser war. Auf dem Weg zum Kindergarten (sehr gegen den Protest meiner Tochter mit Auto statt mit Fahrrad) setzten dann auch erste, leichte Wehen ein. Im Kiga noch Smalltalk, wann es wohl losgehen könnte (ich habe nicht darauf verwiesen, dass unter mir fast schon eine Pfütze stand). Zu Hause wurden die Wehen dann regelmäßiger, waren aber noch gut auszuhalten. Ich habe geduscht, Wäsche gefaltet, meine Schwester informiert, dass sie Bettina vom Kiga abholt und meinen Mann angerufen. Er kam, ich sagte, er hätte noch Zeit zum frühstücken. Und auf einmal kamen die Wehen dann hammerhart ohne Vorwarnung im 3min-Takt. Ich habe nur noch meinen Mann gerufen, dass er mir das Telefon bringt und sofort die Hebi angerufen, die aufgrund meiner Atmung nur sagte "Sofort herkommen". Im Kiga konnten wir nicht mehr anrufen, jetzt war mir jede Sekunde zu lang. Im Krankenhaus fand ich es dann ganz schrecklich, dass wir uns Anmelden mussten, auf die Hebi (2 min) warten mussten und sie mich dann auch noch in einem Patientenzimmer untersucht hat, weil alle Kreißsääle belegt waren. Denn gefühlt konnte ich die Wehen nicht mehr aushalten. Der MuMu war nun 5-6 cm auf. Ein anderes Paar musste einen Kreißsaal räumen und ins Wehenzimmer ausweichen. Zum Glück habe ich noch eine PDA bekommen, aber bis das Blut untersucht war und die PDA dann wirkte, schien mir die Zeit endlos lang und die Wehen kaum zu bewältigen. In dieser Situation saß ich die ganze Zeit auf einem Stuhl und niemand durfte mich berühren oder ansprechen. Als die PDA dann wirkte, war der Rest Easy Going. Die Wehen waren noch spürbar aber gut auszuhalten, der Muttermund war mittlerweile bis auf eine kleine Lippe ganz offen. Ich saß gut gestellt auf dem herrlich verstellbaren Kreißbett. Das Kind musste sich nur noch richtig einstellen. Um das zu erreichen, lagerte mich die Hebamme dann auf der Seite. Etwas später sagte sie "Wollen wir jetzt ein Baby kriegen?" Ja klar, ich setzte mich wieder hin, konnte die Wehen gut spüren und mitpressen. Hierzu hing ich mich dann wieder in die altbewährten Seile. Allerdings war dies für das Köpfchen nicht die richtige Position. Ich sollte mich nun auf die linke Seite legen, das Kind konnte so in die richtige Position rutschen. Nun presste ich aus der Seitenlage heraus und das ging, entgegen meiner Vorstellungen, sehr gut. Ich spürte, wie ich das Kind tiefer und tiefer drückte. Bei den Presswehen war mir mein Mann eine große Hilfe, ich hatte das Gefühl, wir pressten das Baby gemeinsam raus. Auf einmal sagte die Hebamme "der Kopf ist da!". Dabei habe ich keine Schmerzen gespürt und war einfach nur glücklich. Die Schultern kamen bei den nächsten zwei Presswehen. Es war ein Junge, wir waren sprachlos glücklich und der kleine Schatz ist sofort auf meinem Bauch gelandet. Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen, hinterher nur etwas Kreislaufprobleme. Alles in allem war es eine gute Geburt, wenn ich auch die Eröffnungsphase bis zur PDA als sehr schmerzhaft empfunden habe.
Allen, die bis hierher gelesen haben, herzlichen Dank. Ich bin dankbar, zwei tolle, leichte Geburten erlebt zu haben.
LG Holly mit Bettina (3,5 Jahre) und Bennet (15 Tage)
Bisherige Antworten

Geburtsbericht Bennet (lang)

Liebe Holly,

vielen Dank für Deinen Bericht. Es klingt trotz der Schmerzen sehr positiv und glücklich, das macht mir Mut :-* .

LG, Johanna 40+5.

Geburtsbericht Bennet (lang)

Das klingt ja nach einer wirklich entspannten Geburt :-)
Für Schmerzmittel war es bei mir 1. immer zu spät und 2. hätte ich wahrscheinlich auch niemanden an mich rangelassen außer Hebi und meinen Mann ;-)
Was sagt denn die große Schwester zum kleinen Bruder?
Wünsche Euch noch eine wunderbare Zeit!
GLG Tanja mit Alessandro 12 Tage frisch

Geburtsbericht Bennet (lang)

Hallo Tanja,
ja, die Geburt war wirklich entspannt und für eine Geburt sehr schön. Kinder kriegen könnte ich noch 10 ;-) , wenn das Schwangerwerden und das Großziehen dann nicht dazukäme.
Mit Bettina klappt es insgsesamt sehr gut. Derzeit hat sie einen fiebrigen Infekt und dann geht ihr sein Schreien doch sehr auf den Keks, insgesamt ist sie aber sehr lieb zu ihm, da hätten wir mehr Eifersucht erwartet. Wollen nur hoffen, dass es so bleibt.
LG Holly mit Bennet (17 Tage)

Geburtsbericht Bennet (lang)

Liebe Holly, was für eine Traumgeburt!!!!! Ich freue mich sehr für euch.....und du hast es wirklich toll geschrieben, Kompliment! Grüßle von Tina mit Yara, 18 Tage alt
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