@all, hab ich gestern gelesen und bin total fertig
Re: @all, hab ich gestern gelesen und bin total fertig
LG Mona, die mehrere solcher Seiten angeschaut hatte und es auch einfach nicht verstehen kann!!!!
Re: @all, hab ich gestern gelesen und bin total fe
Als bei den ersten Ultraschallen bei Bernd etwas nicht stimmte, wurden wir auch in eine Spezialpraxis überstellt. Dort wollte man sofort mit der genetischen Beratung beginnen, wir haben erst einmal auf einen US bestanden. Und... es war nichts mehr problematisches zu erkennen. Dennoch bekamen wir das volle genetische Beratungsprogramm und wurden auf die Fruchtwasseruntersuchung hingewiesen. Wir haben es dann nicht gemacht, weil uns das Risiko, dass etwas dabei schief geht, zu hoch war und ich mir eine Abtreibung auch bei einem positiven Befund nicht vorstellen konnte, zumal ich mich über das Down-Syndrom dann noch einmal bei entsprechenden Stellen (Behindertenschule) schlau gemacht hatte. Auch war es mir total zuwider, dass das Ergebnis erst sehr spät vorgelegen hätte, denn eine FU kann man erst spät machen und dann wartet man auf das Ergebnis noch einmal längere Zeit.
Trotzdem blieb nach der massiven "medizinischen" Aufklärung durch die Ärztin ein mulmiges Gefühl, denn Pflicht der Ärzte ist es ja, die Risiken aufzuzeigen und nicht die positiven Aspekte hervorzuheben (siehe Prozessrisiko).
Warum fürchten wir uns aber so, gerade vor dem Down-Syndrom, obwohl es sehr glückliche, liebenswerte Kinder sind? Meine Meinung: die schon in der frühesten Kindheit beginnende Trennung zwischen "gesucht" und "behindert" in Kindergarten und Schule verhindert eine Normalität im Umgang mit dem "Unnormalen". Aber alles, was wir nicht kennen, macht uns Angst. Also versuchen wir es zu vermeiden.
Eltern, die ein Down-Kind erwarten, haben Angst, eben weil ihnen die eigene Erfahung fehlt und weil sie eine Ausgrenzung befürchten müssen. Würden Down-Kinder heute im Kindergarten und in Schulen zum normalen Alltag gehören, würden viele erkennen, dass Down nun wirklich eines unserer geringeren Probleme darstellt. Natürlich kann es auch sehr schlimm sein, dass können aber auch eine ganze Reihe anderer Krankheiten und das Risiko nehmen wir ja auch in Kauf (wobei wir diese Krankheiten dann allerdings auch in den seltensten Fällen im Alltag zu Gesicht bekommen).
Ein weiterer Punkt, und das ist eigentlich sehr schlimm es so sehen zu müssen, ist die Angst vor den Kosten einer solchen Krankheit. Damit meine ich auch nicht nur die direkten Kosten in Geld, sondern auch die in Zeit. Wenn ein Elternteil eine intensive Betreuung vornehmen muss, dann ist an Arbeit nicht zu denken. Woher soll das Geld denn dann kommen? Geben wir es doch zu: Behinderung ist auch eine Geldfrage und jeder der jetzt aufschreit und sagt, das darf man nicht so sehen, hat vermutlich noch nie einen Pflegefall in der Familie gehabt.
Und ist es nicht auch so, dass man heute schon fast vorwurfsvoll angeschaut wird, wenn man ein behindertes Kind zur Welt bringt, weil man damit den Sozialkassen auf der Tasche liegt? Dank FU hätte man doch wissen können, dass es behindert ist und....
Denken wir nicht alle: Gott sei dank, dass mein Kind gesund ist und sind dann sehr erleichtert?
Würden wir alle (und da fassen wir uns wirklich mal alle an das eigene Näschen) weniger Angst vor dem Unbekannten haben, etwas mehr auf Integration achten und Behinderung nicht als Kostenproblem empfinden, dann würden vielleicht weniger Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben werden.
Wollte nicht pathetisch werden, aber irgendwie so empfinde ich halt.
Liebe Grüße,
Steffi
@muckelbändigerin
ich kann deinen Worten nicht widersprechen, ausser das eine FU sehr früh machbar ist. Ich habe eine FU in der 14. Woche durchführen lassen. Es sei denn du meintest eine FU vor der 12. Woche, obwohl ich meine das da auch eine andere Möglichkeit besteht. Die aber Risikoreicher als eine Amniozentese ist.
Lg Maja
Re: @muckelbändigerin
Ich habe keine FU machen lassen, aber meine Frauenärztin sagte mir damals, dass man auf das Ergebnis einer FU mehrere Wochen warten müsse und dass man sich dann so ab der 20. Woche für eine Abtreibung entschließen könnte (weil man eben dann das Ergebnis erst hat). Das ist ja doch ziemlich spät!
Naja, ansonsten kann ich dem Statement von Muckelbändigerin nur zustimmen.
LG,
Cundrie
Re: @muckelbändigerin
Und selbst wenn das Ergebnis negativ ausfiel, wär das nicht sofort ein Grund für ine Abtreibung, ich habe es abhängig vom US beim Spezialisten gemacht, da bei meinem ersten Kind, leider fast alles fehlgebildet war, und eine Überlebungschance gleich null war. Und beim Luca war der US alles bestens ausser einem white Spot (er hat ja einen Herzfehler)
Ich finde das ist ein sehr heikles Thema, wo jeder seine Meinung vertritt und das ist auch so gut.
Lg Maja
Re: @Maja
Mir ging es eigentlich nur darum darzustellen, dass wir uns so viele Sorgen um eine Fehlbildung wie Down machen (und das ist wohl bei vielen eine der Hauptpunkte bei der FU) und dass diese Sorgen gelindert werden könnten, wenn wir damit besser umzugehen wüssten.
Ach, ist ein ziemlich kompliziertes Thema. Ich wollte damit auch niemandem zu nahe treten. Ich wollte einfach nur mal sagen, dass wir auch etas dafür tun könnten, damit vielleicht mehr Tims ohne diesen häßlichen Anfang leben könnten.
LG Steffi
Nachtrag
Und noch eine Anmerkung: es gibt inzwischen einige Gerichtsurteile zum Thema Behinderte, bei denen Behinderte als unzumutbarer Anblick oder unzumutbar lärmend eingeschätzt wurden. :-(
Ach ja, und nur damit ich richtig verstanden werden: ich bin ganz und gar nicht für Abtreibung und ich bin schon überhaupt gar nicht dafür, die Würmchen so spät abzutreiben und dann auch noch alleine liegen zu lassen (das sollte wirklich strafbar sein!), aber ich bin auch nicht für die alleinige generelle moralische Schuldzuweisung an die Abreibenden.
Steffi
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